// RED EYE PANEL: MICH HAT DAS THEATER ALS MORALISCHE ANSTALT IMMER GELANGWEILT

Samstag, 6. Dezember 2003, 20 Uhr
Podiumsdiskussion mit Uwe Carstensen (S. Fischer Theaterverlag), Todd London (New Dramatists, NY), N.N. über moralische Wertesysteme in der amerikanischen Gesellschaft und deren Rezeption im amerikanischen Theater.

"Die Schaubühne ist mehr als jede andere öffentliche Anstalt des Staats eine Schule der praktischen Weisheit, ein Wegweiser durch das bürgerliche Leben..." Der Glaube an die unmittelbare Wirkung von Theater, den Schiller in seinem Vortrag über das Theater 1784 postulierte, erscheint europäischen Theatermachern heute mehrheitlich überholt, man setzt auf Dekonstruktion und spricht von "postdramatischem Theater". Die Lektüre zeitgenössischer amerikanischer Dramatiker erweckt einen anderen Eindruck. Verstehen US-amerikanische Theatermacher die Bühne noch als "moralische Anstalt" im Schillerschen Sinne und lässt dies Rückschlüsse auf die Konstitution der amerikanischen Gesellschaft zu?

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