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Die RED EYE SERIES versuchen, einen Querschnitt zeitgenössischer amerikanischer
Autoren in Deutschland vorzustellen. Die Auswahl der Stücke will ein Stimmungsbild des heutigen
Amerika zeigen. Begleitet wird das Programm von vertiefenden Podiumsgesprächen
und Publikumsdiskussionen. Die Abende klingen im zur Airport-Lounge umgestalteten
Foyer der Kammerspiele bei Live-Musik oder DJs aus.
Die Podiumsgespräche beschäftigen sich
mit gesellschaftlichen und theoretischen Fragestellungen im Spannungsfeld zwischen
Europa und Amerika. Der Titel ist dem amerikanischen “Red Eye Flight” entlehnt und
bezeichnet im Amerikanischen Nachtflüge über lange Strecken
Während europäische und insbesondere deutsche Kultur in den USA überwiegend in
Zerrbildern repräsentiert wird, verhält es sich in der Gegenrichtung nicht viel anders.
Deutschen Theatermachern gilt, von wenigen Ausnahmen abgesehen, zeitgenössische
amerikanische Dramatik weit gehend als nicht interessant. Dieser Umstand ist diskutierbar,
bleibt in der gegenwärtigen Situation aber erstaunlich, eignet sich Theater
doch in besonderer Art und Weise, die Heterogenität einzelner Kulturen abzubilden.
Während Musik oder bildende Kunst als mehr universelle künstlerische Sprachen
betrachtet werden können, zeigt Theater immer Spuren seiner genuinen Kultur auf und
kommuniziert Situationen, die von der sozialen und politischen Prägung der gezeichneten
Charaktere erzählen.
GTA beschäftigt sich seit sieben Jahren mit dem Austausch zwischen deutschen und
amerikanischen Theaterschaffenden auf beiden Seiten des Atlantiks. Die RED EYE
SERIES fügen sich ein in die thematische Klammer NEW WEST, die sich GTA gesetzt
hat, und wollen einen Beitrag zum europäisch-amerikanischen Dialog unter
Theaterschaffenden leisten.
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